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Hip Hop und Jugendgewalt

Ein kleines Textlein, dass ich für die Schule schreiben musste. Ein ganz schöner Batzen, nur mit viel Kaffee, Zeit und Toleranz lesen. <;

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Es ist ein allbekanntes Problem. Es vergeht kaum ein Wochenende, an dem nicht von  randalierenden, gewalttätigen Jugendlichen berichtet wird. Für viele Nachtschwärmer scheint es schon an der Tagesordnung zu liegen, um sein Portemonnaie oder Natel beraubt zu werden - man kann von Glück reden, wenn man sich dabei kein blaues Auge einkassiert. Die Täterschaft besteht mittlerweile - das kann man ganz ohne Vorurteile sagen - zu hohem Maß aus Jugendlichen, die hauptsächlich Hip Hop hören. Auf den ersten Blick ließe sich sagen, dass also Hip Hop wohl Ursprung dieser Gewaltbereitschaft ist. Und tatsächlich scheinen die Medien, diesen Schluss als Faktum anzusehen. Mittlerweile redet man von “Hip Hoppern”, welche die Taten ausführen. Und schon scheint das Problem gefunden zu sein, doch das Problem ist wesentlich komplexer, und die Gründe, warum Hip Hop den Kopf als Sündenbock hinhalten darf, sind es noch viel mehr.

Unbekannt ist auf jeden Fall nicht, dass jedes Jahrzehnt ihre rebellische Musik- und/oder Kunstform hatte. Sei es in den späten Achtziger Jahren der Punkt, oder in den Sechzigern der Rock’n’roll, der Drang nach Unabhängigkeit und die Emanzipation der Jugendlichen äußerte sich in jeder Ära in neuem Kleid. Und das hat sich auch nicht mit dem Hip Hop geändert. Doch der wesentliche Unterschied ist nun der Ursprung des neuen Musiktrends. Der düstere, basslastige Sound kommt aus den rauen, für europäische Verhältnisse wohl eher unangenehmen Ecke der Vereinigten Staaten von Amerika - nämlich den schwarzen Ghettos. Der biedere Europäer, sofern dieser nicht direkt der Hip Hop Bewegung entsprungen ist, wird sich wohl an dem Lebensstil, der amerikanischen Künstler stören. Vulgäre Sprache, ein apokalyptisch anmutender Beat, gemischt mit seltsamste verzerrten Stimmen und Instrumenten. Und dazu ein Sprechgesang, welcher inhaltlich Themen anspricht, die unserem Alltag doch so fern sind. Drogenhandel, Waffen und Probleme sind der Alltag vieler schwarzer Ghettobewohner - egal ob schwarz, weiss, gelb oder braun. Abgetan als Klischee und gehirngewaschen vom amerikanischen Traum - der glamourösen Filmindustrie Amerikas tun viele Leute Rap und Hip Hop als pessimistisches und unmoralisches Getue abgestempelt. Doch in der Tat reden Rapper nur von ihrem Alltag - ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, was auch legitim ist.
Genau dieses abschreckende Bild haben sich die Jugendlichen dieses Jahrzehnts angeeignet und identifizieren sich damit. Einerseits mag man die Provokation und das Spiel mit den Extremen, andererseits möchte man sich mit diesem Extrem von der Erwachsenenwelt abtrennen.
Wie extrem man sich diesem Befreiungsschlag widmet äußert sich in vielen Hinsichten. Man setzt sich mit angesprochenen Themen auseinander, man kleidet sich wie seine Vorbilder, verwendet selber vulgärere Worte. Wird man also in diesem Prozess zu einem frauenverachtenden, gewalttätigem Mensch?
Man kann getrost sagen - ja. Wenn alle Instanzen versagt haben, die dafür sorgen sollten, dass man eben nicht zu dem wird. Den Finger auf einen Faktor zu richten, welcher durchaus  Einfluss haben kann, niemals aber Ursache sein wird, dass man zum Unmenschen wird. Denn was von vielen “Vorzeige”-Eltern vergessen wird, ist ,den Fehler bei sich selber zu suchen. Wer seinem Kind von Anfang an lehrt, dass man seine Mitmenschen - Mann wie Frau - gleichwertig zu behandeln hat, wer seinem Kind Werte vermitteln kann und da ist, wenn es droht diese zu verlieren, wenn es schwere Zeiten durchgeht - wie beispielsweise die Pubertät - dann wird dieses auch nicht durch Hören von Musikstilen beeinflusst werden. Besser belegen ließe sich diese Annahme mit genauerem Betrachten der aktuellen Situation. Ich kann nur aus Erfahrung von mir und anderer sprechen, wenn ich jetzt die These aufstelle, dass die Leute, die an Wochenenden Tumulte verbreiten, aus eher ärmlicheren Verhältnissen stammen - die Tendenz, dass es ausländische Familien sind halte ich für hoch, was jedoch - wohl bemerkt! - nicht Fehler der Herkunft ist. Solche Personen erleben das Phänomen Hip Hop doppelt intensiv. Denn erstens schreiben die amerikanischen Vorbilder über sehr ähnliche Alltagssituationen, das heisst, das Identifikationspotential  ist wesentlich höher. So sprechen sie auch die ideologischen Teile der Musik mehr an. Zu denen würden die Wertvorstellung von Frauen dazugehören. Die brüchigen familiären Strukturen und die Flucht in Gruppen verstärken diese Aussage. Folglich legitimieren ihre Vorbilder gewalttätige Übergriffe, obwohl diese selbst aus anderen Perspektiven - nämlich denen, des Überlebens - schreiben.

Abschließend bleibt zu sagen, dass deshalb Diskriminierung oder Verbieten der Musik nicht von Nutzen ist, denn das Problem liegt nicht im Hip Hop an sich, oder an der Aussage, sondern, an derer, die sie aufnehmen. Es bleibt nichts anderes übrig, als das Problem - nämlich die Integration und Förderungen ausländische Jugendlicher, sowie derer Familien - an der Wurzel anzupacken, anstatt oberflächliche Gründe zu finden, welche menschliches Versagen kaschieren. Dies wird in unserer Gesellschaft allzu oft gemacht, sei es bei der Musik, oder bei Computerspielern die Amok laufen. Man bedenke, dass die größten Verbrecher dieser Welt, namentlich Adolf Hitler oder Charles Manson wohl kaum Hip Hop- der Rockhörer waren, aber trotzdem Schandtaten unglaublichen Ausmaßes begehen konnten.


~© by CERPHIA

 

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30.9.07 22:18
 


bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


jekyllhyde / Website (17.10.07 18:45)
Nope, schau mal einen Blogeintrag weiter runter, die Titel meiner letzten beiden Einträge sind gleich, bzw. heißen "..."



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